Puffbohne / Dicke Bohne / Sau- oder Ackerbohne (Vicia faba) – botanisch nicht mit Busch- oder Stangenbohnen (Phaseolus) verwandt, sondern näher mit Wicken und Erbsen
Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
Großsamige Sorten (klassisch "Puffbohne") für Frischverzehr und Trocknung, kleinsamige eher als Ackerbohne/Viehfutter
Standort & Boden
Sonniger Standort, verträgt auch Halbschatten
Gedeiht in nahezu allen Böden außer trockenem Sandboden
Humusreicher, gleichmäßig feuchter Boden ideal; Kompost im Herbst einarbeiten
Nicht zu viel Stickstoff düngen (fördert Blattwuchs statt Hülsenbildung)
Aussaat & Pflanzung
Sehr frostverträglich – Aussaat schon ab Ende Februar/März möglich, in rauen Lagen etwas später
Saattiefe 5–6 cm, Reihenabstand ca. 50 cm, Abstand in der Reihe 15–20 cm
Keimung ab ca. 2 °C, dauert bei kühlen Temperaturen 2–3 Wochen
Junge Pflanzen vertragen leichte Minusgrade, wachsen dann einfach vorübergehend nicht weiter
Pflege
Regelmäßig gießen, verträgt Trockenheit schlecht
Bei höherem Wuchs ggf. stützen (Schnüre zwischen Pfählen), da die Pflanzen aufrecht und aufgrund der schweren Hülsen kippanfällig wachsen
Triebspitzen kappen (ausgeizen), sobald sich die ersten Hülsen bilden – reduziert Blattlausbefall und fördert die Hülsenreife
Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien)
Ernte
Erste Ernte als junge Grünbohne ca. 12–14 Wochen nach Aussaat, ab Anfang Juni
Hülsen mehrmals nacheinander pflücken, da sie von unten nach oben reifen
Zum Frischverzehr: Hülsen prall gefüllt, Körner noch milchig-weich – zu spät geerntet werden sie hart und mehlig
Als Trockenbohne: ernten, wenn Hülsen braun, trocken sind und rascheln (meist ab August/September)
Lagerung
Frische Hülsen nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar
Zum Einfrieren: Kerne aus der Hülse lösen, blanchieren
Trockenbohnen nach dem Ernten gut nachtrocknen und in Gläsern/Dosen dunkel und trocken lagern
Schädlinge & Krankheiten
Schwarze Bohnenlaus: befällt bevorzugt die Triebspitzen – frühzeitiges Kappen der Triebspitzen wirkt vorbeugend
Schokoladenfleckenkrankheit (Botrytis fabae): braune Flecken auf Blättern bei feuchtwarmer Witterung, für Luftzirkulation sorgen
Bohnenrost: gute Durchlüftung, keine Überkopfbewässerung
Fruchtfolge: mehrjährige Anbaupause für Hülsenfrüchte einhalten
Nährwerte
Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 88 kcal (frisch, roh)
Wassergehalt: ca. 74 %
Kohlenhydrate: ca. 12 g
davon Zucker: ca. 2 g
Eiweiß: ca. 7–8 g
Fett: ca. 0,5 g
Ballaststoffe: ca. 5 g
Vitamine: Vitamin C, Folsäure, Vitamin B1
Mineralien: Kalium, Magnesium, Eisen, Zink
Sekundäre Pflanzenstoffe: Levodopa (L-Dopa, natürlich enthalten), Tannine (v. a. in der Samenschale)
Glykämischer Index: niedrig (ca. 40, gekocht)
Hinweise / Notizen
Wichtig – Favismus: Bei Menschen mit einem erblichen Enzymdefekt (Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel) kann der Verzehr von Puffbohnen schwere gesundheitliche Schäden (hämolytische Anämie) verursachen. Betroffene müssen Puffbohnen grundsätzlich meiden.
Wie andere Bohnen roh nicht empfehlenswert – vor Verzehr kochen
Bei älteren/größeren Kernen empfiehlt sich das Enthäuten nach dem Kochen (Schale ist bitter/zäh)
Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
Sehr frühe Kultur – kann parallel zu ersten Frühjahrsgemüsen wie Radieschen gesät werden