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Stachelbeeren ('Gelbe Invicta' & 'Rote Spinefree')

Sorten

  • 'Gelbe Invicta®' – gelb-grüne, süß-aromatische Früchte, sehr ertragreich, gilt als mehltauresistent, hat Stacheln
  • 'Rote Spinefree®' – rote, süße Früchte, kaum/keine Stacheln an den Trieben, trägt oft etwas später als andere Sorten
  • Beide Sorten aus dem Baldur-Set "Stachelbeer-Sträucher-Set" (je 1 Pflanze), Ribes uva-crispa
  • Weitere bekannte mehltautolerante Sorten am Markt: 'Pax', 'Xenia', 'Titania', 'Captivator'

Standort & Boden

  • Sonnig bis halbschattig; pralle Mittagssonne eher ungünstig, ein luftiger, lichter Standort (z. B. am Rand größerer Gehölze) wird oft empfohlen
  • Nährstoffreicher, humoser bis lehmiger, durchlässiger Boden; leicht kalkhaltig wird toleriert
  • Gleichmäßig feucht, keine Staunässe
  • Flachwurzler – Wurzelbereich beim Hacken/Mulchen vorsichtig behandeln
  • Winterhart, mehrjährig

Aussaat & Pflanzung

  • Beste Pflanzzeit: Herbst; bei frostfreiem Boden ist auch Frühjahrs-/Sommerpflanzung möglich (regelmäßig wässern)
  • Containerpflanzen können außer bei Frost oder Hitze über 30 °C ganzjährig gepflanzt werden
  • Pflanzabstand: ca. 100–150 cm zwischen den Sträuchern
  • Für Kübelhaltung: mindestens 30–40 cm Topfdurchmesser pro Pflanze, damit keine Nährstoff-/Wasserkonkurrenz entsteht
  • Bei ausgelaugtem Boden (z. B. nach Rodung anderer Gehölze) vorher Gründüngung oder Bodenaktivator einbringen

Pflege

  • Regelmäßig wässern, besonders in Trockenperioden; Mulchschicht hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
  • Düngung: im zeitigen Frühjahr und ggf. nach der Blüte (Mai) mit Kompost oder Hornspänen, breitflächig verteilt und flach eingearbeitet
  • Rückschnitt: Winterschnitt vor dem Austrieb (idealerweise Februar/März) oder direkt nach der Ernte; Ziel sind 8–12 luftig stehende Haupttriebe unterschiedlichen Alters
  • Alte Triebe (ca. 5 Jahre) bodennah entfernen, Strauch regelmäßig auslichten – das fördert Belüftung, größere Früchte und beugt Mehltau vor
  • Überdüngung (v. a. Stickstoff) vermeiden, da weiche Triebe anfälliger für Mehltau und Frost sind

Ernte

  • Erntezeit: Juli bis August (je nach Sorte auch ab Mitte Juni)
  • Früchte sind leicht zu pflücken und platzfest (laut Sortenbeschreibung)
  • Im Pflanzjahr meist schon einzelne Früchte möglich, volle Ernte ab dem Folgejahr

Lagerung

  • Frisch im Kühlschrank einige Tage haltbar
  • Gut geeignet zum Einfrieren, Einkochen (Kompott, Gelee, Marmelade) oder Verarbeiten zu Kuchen/Obstsalat

Schädlinge & Krankheiten

  • Amerikanischer Stachelbeermehltau (Sphaerotheca mors-uvae): häufigste Krankheit; weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und später Früchten, verfärbt sich später bräunlich; befällt auch schwarze Johannisbeere und Jostabeere. Vorbeugend: luftiger Standort, Rückschnitt der Triebspitzen um ca. 1/3 im Winter, befallenes Schnittgut nicht kompostieren, mehltauresistente Sorten wählen ('Invicta', 'Captivator' u. a.)
  • Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii): Larven können Sträucher im Frühsommer rasch kahlfressen; Schaden beginnt mit kleinen "Schrotschusslöchern" auf der Blattunterseite; Larven regelmäßig absammeln, Nützlinge fördern
  • Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis): Pilz überwintert im Falllaub; im Herbst Laub restlos entfernen und nicht kompostieren, Strauch vor der nächsten Saison stark auslichten
  • Säulenrost: rote Pusteln auf der Blattunterseite, meist harmlos, befallenes Laub entfernen
  • Vorbeugend generell hilfreich: luftiger Pflanzabstand, Sortenvielfalt, guter Bodenzustand

Nährwerte

  • Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 44 kcal
  • Wassergehalt: hoch (genauer Wert uneinheitlich, keine verlässliche Einzelangabe gefunden)
  • Kohlenhydrate: ca. 8–8,5 g
  • davon Zucker: relativ hoch für eine Beere (ca. 8 %)
  • Eiweiß: gering (genauer Wert uneinheitlich)
  • Fett: ca. 0,2 g
  • Ballaststoffe: vorhanden, genauer Wert je nach Quelle unterschiedlich
  • Vitamine: Vitamin C (ca. 20–28 mg), Vitamin B1 (vergleichsweise hoch für Beerenobst), Vitamin B2, Vitamin K, Beta-Carotin/Provitamin A, Folsäure (ca. 19 µg)
  • Mineralien: Kalium (ca. 200 mg), Silizium, weitere Mineralstoffe in geringeren Mengen
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: enthalten, u. a. tragen sie zur besseren Eisenaufnahme durch Vitamin C bei
  • Glykämischer Index: niedrig bis mittel (keine verlässliche Einzelangabe gefunden)

Hinweise / Notizen