'Revita' (Prunus persica) – die im Garten vorhandene Sorte
Breit wachsender Kleinbaum, Endgröße ca. 3–4 m Höhe und 3–4 m Breite
Frucht: mittelgroß bis groß, gelb-rote Schale, mittelfestes bis saftiges Fruchtfleisch (je nach Quelle weiß oder gelb), süß-pikanter Geschmack, Stein löst sich gut vom Fruchtfleisch
Selbstfruchtbar, zweiter Baum in der Nähe kann Ertrag zusätzlich steigern
Wird als robust und wenig anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit beworben (siehe Hinweis unten)
Standort & Boden
Sonniger, windgeschützter Standort bevorzugt (auch halbschattig möglich, dann weniger Blüten/Früchte)
Lockerer, nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden, gerne sandig
Pflanzung als Containerware ganzjährig möglich, bevorzugt Frühjahr oder Herbst
Pflanzloch großzügig bemessen, Wurzelballen vor dem Einsetzen auflockern
Im Pflanzjahr und ersten Standjahren regelmäßig wässern, besonders in Trockenphasen
Pflege
Jährlicher Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert neue einjährige Fruchttriebe – nur diese tragen reichlich Früchte, daher beim Formschnitt nicht wegschneiden
Formschnitt idealerweise Frühjahr oder Sommer für kompakte, ästhetische Kronenform
Regelmäßiges Auslichten empfehlenswert, da stark und robust wachsend
Winterhärte je nach Quelle unterschiedlich angegeben (ca. −15 °C bis −20/−25 °C) – im Zweifel bei strengem Frost auf Mulch/Vlies-Winterschutz zurückgreifen
Nur in extremen Trockenphasen zusätzliches Gießwasser nötig, sobald gut eingewurzelt
Kompostgabe im Herbst/Frühjahr oder organischer Volldünger zur Nährstoffversorgung
Ernte
Blüte ab März (rosa, früher Insektenanflug)
Erntereif ab Mitte bis Ende August, teils bis Anfang September
Lagerung
Begrenzte Lagerfähigkeit – am besten frisch verzehren oder innerhalb weniger Tage verarbeiten
Gut geeignet für Konfitüre, Kompott oder zum Einwecken
Schädlinge & Krankheiten
Kräuselkrankheit (Taphrina deformans) – 'Revita' gilt als deutlich weniger anfällig, siehe Kräuselkrankheit (Pfirsich); Vorbeugung per Winterspritzung bleibt trotzdem sinnvoll
Pfirsichblattlaus – bei Befall Nützlinge fördern oder abspritzen
'Revita' identifiziert per Etikett am Baum im Garten (Foto vom 25.07.2026)
Wichtiger Abgleich mit der Kräuselkrankheit-Seite: Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) merkt an, dass sich die als resistent beworbene Sorte 'Revita' in der Praxis nicht als resistent bestätigt hat (Fruchtqualität dort zudem nur als mittel eingestuft) – Handelsangaben zur "hohen Robustheit" also mit Vorsicht genießen und die Winterspritzung trotzdem nicht auslassen
Winterspritzung Ende Januar/Anfang Februar als vorsorgliche Maßnahme einplanen, auch wenn die Sorte als weniger anfällig gilt