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Buchweizen

Pflanzenfamilie & Eigenschaften

  • Name: Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum), regional auch Türkischer Weizen oder Sarazenenkorn
  • Familie: Knöterichgewächse – verwandt mit Sauerampfer und Rhabarber
  • Wuchs: einjährig, je nach Quelle ca. 30 cm bis 1,2 m hoch; hohle Stängel, herzförmige Blätter
  • Blüte: ab Juni viele kleine weiß-rosa Blüten
  • Winterhärte: nicht winterhart; friert leicht ab, manche Sorten nehmen schon bei Temperaturen unter ca. 3 °C Schaden
  • Andere Art: Tatarischer Buchweizen (Fagopyrum tataricum) wird bei guten Bedingungen bis ca. 2 m hoch und bildet viel Masse; er enthält im Gegensatz zum Echten Buchweizen Bitterstoffe

Standort & Boden

  • Sonne bis Halbschatten
  • Sehr anspruchslos: wächst auch auf kargen, sandigen und moorigen Böden; bevorzugt eher leichte, trockene Böden; nicht ideal sind schwere und stark kalkreiche Böden
  • Keine Nässe; für die Saat ein abgesetztes Saatbett mit gutem Bodenschluss

Aussaat

  • Zeitfenster: ca. April bis August; erst nach dem letzten Frost säen
  • Saat: breitwürfig oder in Reihen (Reihensaat erleichtert die Pflege), ca. 2 cm tief, leicht andrücken
  • Keimung: sehr schnell und zuverlässig, in wenigen Tagen (ca. 3–5), auch bei Trockenheit
  • Kulturdauer: bis zur Samenreife ca. 10 Wochen

Wirkung

  • Unterdrückt Wildkräuter schnell, auch Quecken
  • Hohle Stängel durchlüften den Boden; tief reichende Pfahlwurzel plus Netz aus Fadenwurzeln im Oberboden
  • Wurzelausscheidungen fördern laut einer Quelle nützliche Bodenmikroorganismen, u. a. phosphatlösende Bakterien
  • Kein Stickstoffsammler: keine Leguminose
  • Gute Bienenweide und Insektennahrung

Fruchtfolge

  • Fruchtfolgeneutral, geeignet vor und nach den meisten Gemüsen (auch nach Kohl)
  • Nur Rhabarber (gleiche Familie) im Folgejahr nicht pflanzen; auch Sauerampfer gehört zur Familie und braucht laut einer Quelle mehrjährige Anbaupausen
  • Selbstverträglich: kann theoretisch mehrfach hintereinander auf derselben Fläche stehen (eine Quelle)

Einarbeitung & Abfrieren

  • Vor der Samenreife abschneiden, sonst Selbstaussaat und mehr Unkrautdruck
  • Grünmasse flach einarbeiten, als Mulch nutzen oder kompostieren; je nach Folgekultur noch im selben Jahr oder erst im Frühjahr
  • Bei später Aussaat friert er im Winter ab und bildet eine schützende Schicht auf dem Boden

Hinweise / Notizen

  • Buchweizen ist eine klassische Sommer-Gründüngung für schnelle Beetpausen von Frühjahr bis Sommer. Er überwintert nicht, kann aber bei später Aussaat als abfrierende Decke dienen.
  • Bei den Wuchshöhen und Aussaatzeiten weichen die Quellen leicht voneinander ab; hier sind Spannen angegeben.
  • Stand 20.09.2026: Das Aussaatfenster ist vorbei; nächster sinnvoller Termin ist nach dem letzten Frost im Frühjahr.