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Phacelia (Bienenfreund)

Pflanzenfamilie & Eigenschaften

  • Name: Phacelia tanacetifolia – Rainfarn-Phacelia, Bienenfreund, Büschelschön
  • Familie: Raublattgewächse – mit keinem Gemüse näher verwandt
  • Wuchs: einjährig, sehr schnellwüchsig, dichte Blattmasse; nicht winterhart, friert bei Frost ab
  • Blüte: blau-violett, je nach Aussaat ca. Juni bis Oktober/November
  • Zierverwandte: Phacelia campanularia 'Blue Bonnet' (ca. 25 cm) und P. grandiflora 'Summertime Blues' (40–60 cm) sind eher Zierpflanzen; als Gründüngung wird meist P. tanacetifolia genutzt (z. B. Sorte 'Stala', hellviolett bis weiß, für abfrierende Winterbegrünung)

Standort & Boden

  • Sonnig bis halbschattig
  • Sehr anspruchslos, wächst auch auf sandigen, mageren Böden
  • Staunässe vermeiden; lehmig-verdichtete Böden vorher mit etwas Sand verbessern (ca. 3–5 l/m²)

Aussaat

  • Zeitfenster: Angaben schwanken je nach Quelle zwischen März/April und August bis Ende Oktober; als Gründüngung nach abgeräumten Kulturen meist bis Anfang September
  • Saatmenge: ca. 4 g/m², breitwürfig, Saattiefe 1–2 cm
  • Keimung: 7–14 Tage (bei 12–18 °C); Dunkelkeimer, daher leicht mit Erde bedecken, andrücken und bis zum Aufgang gleichmäßig feucht halten
  • Bei später Herbstaussaat blüht sie nicht mehr, bildet aber bis zum Frost Blattmasse

Wirkung

  • Unterdrückt Wildkräuter durch schnelle, dichte Bodenbedeckung
  • Schützt vor Erosion und Verschlämmung, reduziert Verdunstung
  • Feines, intensives Wurzelsystem lockert den Boden (Angaben zur Wurzeltiefe uneinheitlich: teils als Flachwurzler, teils bis ca. 1 m beschrieben)
  • Kein Stickstoffsammler (keine Leguminose): Sie wirkt eher als Nitratfänger und kann auf überdüngten Böden sogar Stickstoff zehren

Fruchtfolge

  • Fruchtfolgeneutral: passt vor und nach praktisch jedem Gemüse
  • Gilt als guter Vorgänger bzw. Nachfolger von Bohnen und Erbsen, weil sie deren Fußkrankheiten nicht überträgt
  • Ideal, wenn im Beet Kohl (dann kein Senf) oder Hülsenfrüchte (dann kein Klee/Lupine) folgen

Einarbeitung & Abfrieren

  • Vor oder zu Beginn der Blüte abmähen, sonst versamt sie sich stark (Selbstaussaat)
  • Schnittgut kurz antrocknen lassen, dann flach einarbeiten
  • Alternativ als Mulchdecke auf dem Beet liegen lassen (auch abgefrorene Bestände) und im Frühjahr einarbeiten oder auf den Kompost geben
  • Auf überdüngten Böden das Schnittgut lieber abräumen als einarbeiten

Bienenweide

  • Sehr pollen- und nektarreich, wichtige Trachtpflanze für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge
  • Lange Blütezeit; gestaffelte Aussaat verlängert das Angebot

Hinweise / Notizen

  • Bereits im eigenen Garten im Einsatz.
  • Angaben zu Aussaatzeit und Wurzeltiefe variieren zwischen den Quellen; hier sind Spannen angegeben.