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Inkarnatklee

Pflanzenfamilie & Eigenschaften

  • Name: Trifolium incarnatum – Inkarnatklee, Blutklee, Rosenklee
  • Familie: Schmetterlingsblütler (Leguminose) – lebt mit Knöllchenbakterien (Rhizobien) in Symbiose
  • Wuchs: einjährig, ca. 30–50 cm hoch, dichte aufrechte Bestände; stammt aus Südeuropa
  • Blüte: leuchtend rote bis karminrote, ährige Blüten
  • Winterhärte: bedingt winterhart; Angaben je nach Quelle bis ca. -10 °C bis -15 °C. Kahlfrost ist problematisch, eine Schneedecke schützt. Weniger kältetolerant als Winterwicke

Standort & Boden

  • Sonnig
  • Lockerer, gut durchlässiger, eher kalkhaltiger Boden (pH ca. 6,0–7,5); ausreichend Kalk begünstigt die Knöllchenbakterien
  • Ausreichend Feuchtigkeit, besonders zur Keimung und im Herbst; sehr leichte, sommertrockene Standorte eher meiden
  • Sehr schwere, staunasse Böden sind ungeeignet

Aussaat

  • Zeitfenster: Angaben schwanken stark je nach Quelle: Als Winterbegrünung meist August bis September (eine Quelle: bis Anfang September); Händlerangaben reichen von April bis Ende Oktober. Im Frühjahr (März/April) gesät eignet er sich eher als einjährige Bienenweide bzw. Sommergründüngung
  • Saatmenge: ca. 5 g/m², breitwürfig, Boden vorher lockern und fein harken, Saat flach einarbeiten
  • Keimung: ca. 12–18 Tage
  • Bei später Herbstaussaat muss der Bestand vor dem Winter noch ausreichend Zeit haben, sich zu entwickeln; in trockenen Regionen ist Herbstfeuchtigkeit wichtig

Wirkung

  • Stickstoff: bindet Luftstickstoff über Knöllchenbakterien. Die Menge hängt von Boden, Klima und Wachstumsdauer ab; eine Quelle nennt bis zu 150 kg N/ha (Anbieterangabe, nur als Größenordnung)
  • Bildet schnell bodendeckende Blattmasse und unterdrückt Unkraut
  • Wurzeln: Pfahlwurzel (bis ca. 1 m) plus oberflächennahe Verzweigung, lockert und belebt den Boden
  • Erhöht Humusgehalt; nachhaltig ist der Humusaufbau bei Klee vor allem, wenn er mindestens eine Saison stehen bleibt

Fruchtfolge

  • Nicht vor oder nach anderen Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Lupine, Wicke)
  • Gute Folgekulturen sind Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Kürbis, Zucchini, Sellerie und Mais

Einarbeitung & Abfrieren

  • Vor der Blüte bzw. spätestens vor der Samenreife tief abschneiden oder flach einarbeiten (verhindert Selbstaussaat, Nährstoffe werden freigesetzt)
  • Schnittgut kann als Mulch auf dem Beet bleiben; wer schneller pflanzen will, arbeitet es flach ein
  • Auf schweren, nassen Böden kann eine dichte, frostharte Decke im Frühjahr Bodenbearbeitung verzögern

Bienenweide

  • Sehr beliebte Futterpflanze für Bienen und andere Insekten
  • Blütezeit hängt vom Aussaattermin ab (überwinternde Bestände blühen im Frühjahr)

Mischungen

  • Landsberger Gemenge: Winterwicke, Inkarnatklee und Weidelgras – frostharte Überwinterungsmischung, die mehrere Bodenschichten durchwurzelt
  • Mit Welschem Weidelgras bildet Inkarnatklee ein bewährtes Duo

Hinweise / Notizen

  • Angaben zu Aussaatzeit und Frosthärte variieren zwischen den Quellen; hier sind Spannen angegeben.
  • Stand 20.09.2026: Für eine sichere Überwinterung gilt Aussaat bis Anfang September als Empfehlung; spätere Saat im Oktober ist laut Händlerangaben noch möglich, aber riskanter.