Skip to main content
Luzerne
Pflanzenfamilie & Eigenschaften
- Name: Medicago sativa – Luzerne, Alfalfa, Ewiger Klee
- Familie: Schmetterlingsblütler (Leguminose) – Symbiose mit Knöllchenbakterien
- Wuchs: mehrjährig und frosthart, bis ca. 1 m hoch, blau-violette Blüten
- Wurzeln: sehr tiefe Pfahlwurzel (Angaben teils bis über 4,5 m)
- Besonderheit: Anders als Phacelia, Senf oder Inkarnatklee ist sie keine schnelle Zwischenfrucht, sondern belegt das Beet über längere Zeit (siehe Einarbeitung)
Standort & Boden
- Sonnig und warm
- Tiefgründiger, gut durchlässiger Boden; Staunässe unbedingt vermeiden, eher trockenes als nasses Erdreich
- Kalkliebend: optimaler pH je nach Quelle ca. 6,5–7,5; unter pH 6,0 arbeiten die Knöllchenbakterien schlecht, die Stickstoffbindung leidet stark
- Bei zu saurem Boden vorher kalken, möglichst schon im Herbst bzw. Vorjahr vor der Aussaat; eine Bodenanalyse (pH) vorab ist sinnvoll
- Nährstoffbedarf moderat (wichtig: Phosphor, Kalium, Schwefel); Stickstoffdüngung nicht nötig
Aussaat
- Zeitfenster: je nach Quelle April bis Juli bzw. März bis August
(Frühjahr bis Frühsommer ist sicherer als Spätsommer)
- Saatmenge: ca. 1,5–2 g/m², breitwürfig oder in Reihen, leicht einharken und anwalzen für guten Bodenschluss
- Saattiefe: Quellen widersprechen sich (ca. 0,6–1,3 cm bzw. 2–3 cm)
; flach ablegen ist die gängige Empfehlung für Kleinsämereien
- Keimung: 7–14 Tage bei Bodentemperaturen von ca. 8–18 °C; bis zur Keimung und danach gleichmäßig feucht halten
- Wächst anfangs langsam und braucht in den ersten Wochen Unkrautkontrolle
Wirkung
- Stickstoff: bindet Luftstickstoff; eine Quelle nennt bis zu 300 kg N/ha und Jahr (Größenordnung aus dem Ackerbau, im Garten eher weniger)
- Bodenlockerung: tiefe Pfahlwurzeln durchbrechen Verdichtungen, verbessern Belüftung und Wasserversickerung; besonders für schwere, verdichtete Böden geeignet
- Bei stark geschädigten Böden kann sie 2–3 Jahre stehen bleiben, um den Boden nachhaltig zu verbessern
- Nährstoff-Timing:
Die Zersetzung passtund Nährstofffreisetzung passen nicht immer zum Bedarf der Folgekultur;Folgekultur. Ein Anbieter weist darauf hin, dass Luzerne-Gründüngung allein ohne ergänzende Düngung Erträge sogar mindern kann; für Starkzehrer zusätzlich mit Kompost oder organischemorganischen Dünger kombiniereneinplanen
- Blüten locken zahlreiche Insekten an
Fruchtfolge
- Nicht vor oder nach Erbsen und Bohnen (und anderen Leguminosen wie Klee, Lupine, Wicke)
- Folgekulturen, die vom Stickstoff profitieren: Mais, Kartoffeln, Kohl
Einarbeitung & Abfrieren
- Einjährig genutzt: kurz vor der (Voll-)Blüte einarbeiten, meist ca. 60–75 Tage nach der Aussaat; danach ca. 2 Wochen Ruhe, bevor die Folgekultur gepflanzt wird
- Mehrjährig genutzt: mindestens einmal jährlich nach der Blüte schneiden (Schnittgut kann als Mulch liegen bleiben oder als Grünfutter für Haustiere dienen); Einarbeitung im Frühjahr vor dem Neuaustrieb
Als frostharte Pflanze überwintertDa sie inmehrjährig derund Regelfrosthart ist, eignet sie sich als winterharte Gründüngung
Mischungen
- Kombination mit Gräsern (z. B. Weidelgras), Phacelia oder Senf/Ölrettich möglich
- Bei Mischungen ähnliche Wuchshöhen wählen und die Saatmengen anpassen
Hinweise / Notizen
- Kalk: Luzerne mag Kalk, Lupinen dagegen nicht.
BeideDas Seitenist beachten,wichtig, wenn ein Beet mit Leguminosen begrünt werden soll.
BeiAussaatfenster demund Anbieter-Hinweis,Saattiefe diewerden Einarbeitungin alleinden reicheQuellen alsuneinheitlich Dünger,angegeben; isthier Vorsichtsind geboten:Spannen Für hohe Erträge bei Starkzehrern zusätzlich Kompost einplanen.angegeben.
Aussaat: Stand 20.09.20262026: Das Aussaatfenster ist das Fenster für dieses Jahr vorbei; nächster sinnvoller Termin ist das Frühjahr (ab April).