Zimmerpflanzen
Wissensdatenbank für Zimmerpflanzen und andere Innenraumbegrünung
- Phalaenopsis (Little Love by Cympha)
- Einblatt (Spathiphyllum)
- Efeutute 'Golden Pothos' (Epipremnum aureum)
Phalaenopsis (Little Love by Cympha)
Sorten
- Little Love by Cympha – Mini-Phalaenopsis, kompakte Wuchsform, kommt inkl. Topf und Stützstab
- Phalaenopsis-Hybriden allgemein: über 70 Wildformen, unzählige Kreuzungen mit großer Farbvielfalt der Blüten
- Herkunft dieses Exemplars: Niederlande (Plant Passport NL-900640758)
Standort & Licht
- Hell, aber kein direktes Sonnenlicht – Ostfenster oder etwas zurückgesetztes Südfenster ideal
- Im Winter darf es ruhig das hellste Fenster sein, da Lichtmangel zum Eintrocknen von Knospen führen kann
- Keine Zugluft, keine Heizungsnähe
- Temperatur: 18–24 °C tagsüber, nachts nicht unter 16 °C
Substrat & Topf
- Grobes bis mittelgrobes Orchideensubstrat auf Rindenbasis (kein normales Blumenerde-Substrat)
- Durchsichtiger Topf hilfreich, um Wurzelaktivität und Feuchtigkeit zu beobachten
- Guter Wasserabzug zwingend nötig – Staunässe ist der größte Feind
Pflege
- Gießen: 1× alle 5–7 Tage; am besten tauchen (Topf bis knapp unter den Rand in kalkarmes, lauwarmes Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen) statt von oben gießen
- Oberste Substratschicht antrocknen lassen, bevor erneut gegossen wird
- Düngen: 1× alle 30 Tage mit schwach dosiertem Orchideendünger (in der Wachstumsphase Frühjahr–Herbst ggf. häufiger, alle 2–4 Wochen möglich)
- Gelegentlich Blätter mit lauwarmem Wasser besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen
- Luftwurzeln nicht abschneiden – sie dienen der Nährstoff- und Feuchtigkeitsaufnahme
Blüte
- Blütezeit kann sich über mehrere Monate erstrecken
- Verblühte Rispen nicht sofort entfernen: über dem 2.–3. Auge kürzen, da oft ein neuer Seitentrieb mit weiteren Blüten entsteht
- Keine ausgeprägte Winterruhe nötig, da die Pflanze ursprünglich aus gleichmäßig warmen Klimazonen stammt
Umtopfen
- Alle 1–2 Jahre, je nach Substratqualität auch alle 2–4 Jahre
- Anzeichen: Substrat verdichtet sich, wird matschig, oder Wurzeln wachsen stark über den Topfrand
- Idealer Zeitpunkt: nach der Blüte, wenn neue Triebe/Wurzeln ansetzen
- Vorgehen: Pflanze vorsichtig aus dem Topf lösen, altes Substrat entfernen, matschige/faule Wurzeln mit desinfizierter Schere abschneiden, in frisches Substrat setzen
- Nach dem Umtopfen einige Tage nicht gießen, nur besprühen
Schädlinge & Krankheiten
- Wurzelfäule: häufigste Ursache ist Staunässe – matschige, braune Wurzeln entfernen und trockener kultivieren
- Schildläuse / Wollläuse: an Blattachseln und Blattunterseiten kontrollieren, mechanisch entfernen oder mit verdünntem Spiritus abtupfen
- Spinnmilben: bei zu trockener Raumluft, feine Gespinste an Blattunterseiten – Luftfeuchtigkeit erhöhen
- Runzlige, schlaffe Blätter deuten meist auf zu wenig Wurzelmasse/Wassermangel hin, nicht zwingend auf zu trockene Kultur
Giftigkeit
- Phalaenopsis gilt als ungiftig für Menschen, Katzen und Hunde
- Trotzdem kein Verzehr vorgesehen (siehe Verpackungshinweis „nicht essbar")
- Bei empfindlichen Personen selten leichte Hautreizung durch Kontakt mit Pflanzensaft möglich
Hinweise / Notizen
- Erworben als "Little Love by Cympha", Sommer 2026
Einblatt (Spathiphyllum)
Sorten
- Sorte unbekannt – vermutlich eine Hybride von Spathiphyllum wallisii (die häufigste im Handel erhältliche Art)
- Gattung umfasst ca. 40–50 Arten, ursprünglich aus tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas
- Merkmal typisch für die Gattung: weißes bis grünlich-weißes Hochblatt (Spatha) umhüllt den ährenförmigen Blütenkolben (Spadix)
Standort & Licht
- Hell, aber ohne direkte Sonne – direkte Mittagssonne verursacht Blattschäden/Verbrennungen
- Verträgt auch schattigere Standorte, wächst dort aber langsamer und blüht weniger
- Temperatur: ca. 18–24 °C, im Winter nicht unter ca. 16 °C
- Keine Zugluft, kein Standort direkt an der Heizung
Substrat & Topf
- Durchlässige, humose Grünpflanzenerde
- Gute Drainage wichtig – Staunässe wird schlecht vertragen
- Umtopfen alle 1–2 Jahre im Frühjahr, wenn der Topf durchwurzelt ist
Pflege
- Erde gleichmäßig leicht feucht halten, Fingerprobe vor dem Gießen: fühlt sich die oberste Schicht trocken an, wird gegossen
- Schlaffe, hängende Blätter sind ein zuverlässiges (aber kein dauerhaft zu nutzendes) Warnsignal für Wassermangel – nach dem Gießen erholt sich die Pflanze meist rasch
- Kalkarmes, zimmerwarmes Wasser bevorzugt (Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser)
- Regelmäßiges Besprühen der Blätter erhöht die Luftfeuchtigkeit, die Blüte selbst nicht besprühen (braune Flecken)
- Düngen: von März/Mai bis Oktober etwa alle 2–4 Wochen mit Flüssigdünger für Grünpflanzen
- Große, braune oder unschöne Blätter regelmäßig entfernen
- Verblühte Blütenstiele nach dem Verblühen bodennah mit scharfem, sauberem Messer abschneiden
Blüte
- Haupt-Blütezeit Frühjahr bis Sommer, bei guter Pflege auch mehrfach im Jahr möglich
- Um eine erneute Blüte anzuregen: im Winter 4–6 Wochen lang das Gießen reduzieren (leichte Ruhephase), danach wieder normal gießen
Vermehrung
- Einfach durch Teilung beim Umtopfen (Wurzelballen teilen, jeder Teil braucht ausreichend Wurzeln und Blätter)
- Am Topfrand gebildete kleine Ableger („Kindel") lassen sich vorsichtig abtrennen und separat eintopfen
Schädlinge & Krankheiten
- Wurzelfäule bei Staunässe – matschige Wurzeln entfernen, trockener kultivieren
- Spinnmilben bei zu trockener Raumluft möglich – Luftfeuchtigkeit erhöhen
- Schild- und Wollläuse gelegentlich an Blattachseln/-unterseiten
Giftigkeit
- Enthält Calciumoxalat-Kristalle (Raphiden) in allen Pflanzenteilen
- Giftig bei Verzehr für Menschen und Haustiere (Katzen, Hunde) – reizt Mund- und Rachenschleimhaut, kann zu Schwellungen, Speichelfluss und Erbrechen führen
- Außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen bzw. Kontakt mit Blättern/Blüten vermeiden lassen
- Bei Hautkontakt mit Pflanzensaft selten Reizungen möglich
Hinweise / Notizen
Efeutute 'Golden Pothos' (Epipremnum aureum)
Sorten
- Golden Pothos – klassische, meist verkaufte Sorte mit gelb-grün marmorierten, herzförmigen Blättern
- Botanisch: Epipremnum aureum, Familie der Aronstabgewächse (Araceae)
- Weitere Trivialnamen: Efeutute, Pothos, Tongapflanze, Goldranke, Buntes Herzblatt, Devil's Ivy
- Herkunft: ursprünglich von den Gesellschaftsinseln (Französisch-Polynesien), heute im gesamten tropischen Asien/Pazifik verwildert vorkommend
Standort & Licht
- Hell bis halbschattig, ohne pralle Mittagssonne – je heller der Standort, desto ausgeprägter die gelbe Musterung; im Schatten verblasst die Panaschierung eher zu einfarbig grün
- Verträgt auch schattigere Ecken sehr gut, wächst dort aber langsamer (bekannt als sehr robuste/anpassungsfähige Pflanze)
- Temperatur: ca. 18–24 °C, in einer winterlichen Ruheperiode auch kühler (15–17 °C) möglich
- Keine Zugluft, kein Standort direkt an der Heizung
Substrat & Topf
- Durchlässiges, humoses Zimmerpflanzensubstrat
- Gute Drainage wichtig – Staunässe führt zu Wurzelfäule
- Umtopfen alle 1–2 Jahre im Frühjahr in frisches Substrat und einen etwas größeren Topf
- Für kletternden Wuchs eignet sich ein Moosstab, an dem sich die Luftwurzeln festhalten können
Pflege
- Regelmäßig gießen, oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen
- Staunässe unbedingt vermeiden – häufigste Ursache für Fäulnis
- Düngen: in der Wachstumsphase (Frühling bis Herbst) etwa alle 2 Wochen mit Flüssigdünger für Grünpflanzen
- Rückschnitt bei Bedarf im zeitigen Frühjahr (März/April) möglich – fördert buschigeren Wuchs
- Wächst sehr schnell, Ranken können mehrere Meter lang werden – regelmäßiges Zurückschneiden/Umlenken hält die Pflanze in Form
Vermehrung
- Sehr einfach über Stecklinge: Triebstück mit mindestens einem Blattknoten (Nodium) abschneiden und in Wasser oder direkt in Substrat bewurzeln lassen
- Die an den Ranken sichtbaren Luftwurzeln erleichtern das Anwachsen zusätzlich
Schädlinge & Krankheiten
- Wurzelfäule bei Staunässe – häufigstes Problem, betroffene Wurzeln entfernen und trockener kultivieren
- Gelegentlich Schild- oder Wollläuse an Blattachseln
- Spinnmilben bei sehr trockener Raumluft möglich
Giftigkeit
- Enthält wie andere Aronstabgewächse Calciumoxalat-Kristalle in allen Pflanzenteilen
- Giftig bei Verzehr für Menschen und Haustiere (Katzen, Hunde) – reizt Mund- und Rachenschleimhaut, kann Schwellungen, Speichelfluss und Erbrechen auslösen
- Standort mit hängenden/kletternden Ranken (wie am Treppengeländer) für neugierige Haustiere möglichst unzugänglich halten
- Bei Hautkontakt mit Pflanzensaft selten Reizungen möglich
Hinweise / Notizen
- Rankt sich bei uns über Dachbalken und Treppengeländer im Treppenhaus