Gemüse
- Übersicht
- Steckzwiebeln rot
- Steckzwiebeln weiß
- Knoblauch
- Schwarzer Rettich
- Blumenkohl
- Weißkohl
- Romanesco
- Rotkohl
- Wachsbohnen
- Borlotti Bohnen
- Schwarze Bohnen
- Kidneybohnen
- Puffbohnen
- Tomaten
- Zucchini
Übersicht
Hier findest du Steckbriefe und Anleitungen zu jedem Gemüse, das im Garten angebaut wird – Sorten, Standort, Aussaat, Pflege, Ernte und Lagerung.
Steckzwiebeln rot
Sorten
- Rote Steckzwiebel – kräftiger, leicht süßlicher Geschmack
- Beliebte Sorten: "Red Baron", "Rote Forum"
Standort & Boden
- Sonniger, windgeschützter Standort
- Lockerer, sandiger bis lehmiger Boden, gut durchlässig
- Keine Staunässe – fördert Fäulnis
- Kein frisch gedüngter Boden; wenig Stickstoff (hemmt Zwiebelwachstum)
Pflanzung
- Steckzeitpunkt: März bis Mai
- Pflanzabstand: 5–10 cm, Reihenabstand: 20 cm
- Zwiebel mit der Spitze nach oben leicht in die Erde drücken, Spitze sollte sichtbar bleiben
Pflege
- Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden
- Mulchschicht hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
- Im jungen Stadium regelmäßig Unkraut jäten
- Mischkultur: gut zwischen Möhren, Tomaten, Erdbeeren oder Salat
Ernte
- Erntereif wenn Laub (Schlotten) zu mind. 2/3 gelb wird und umknickt
- An einem trockenen Tag ernten, vorsichtig mit Grabgabel lockern
Lagerung
- Gut an der Luft trocknen (nicht in praller Sonne)
- Trocken, kühl, dunkel und gut belüftet lagern
- In Netzen aufhängen oder einlagig in flachen Kisten
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 28–40 kcal
- Wassergehalt: sehr hoch, größter Gewichtsanteil
- Kohlenhydrate: ca. 5–9 g
- davon Zucker: ca. 4,5 g
- Eiweiß: ca. 1–1,3 g
- Fett: ca. 0,1–0,2 g (praktisch vernachlässigbar)
- Ballaststoffe: ca. 1,7 g
- Vitamine: Vitamin C, B6, Folsäure
- Mineralien: Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Quercetin (Flavonoid), schwefelhaltige Verbindungen
- Glykämischer Index: niedrig – trotz Zuckergehalt kaum Einfluss auf Blutzucker
Hinweise / Notizen
Steckzwiebeln weiß
Sorten
- Weiße Steckzwiebel – milder, weniger scharf als rote oder gelbe Sorten
- Beliebte Sorten: "Snowball", "White Lisbon"
Standort & Boden
- Sonniger, windgeschützter Standort
- Lockerer, sandiger bis lehmiger Boden, gut durchlässig
- Keine Staunässe – fördert Fäulnis
- Kein frisch gedüngter Boden; wenig Stickstoff (hemmt Zwiebelwachstum)
Pflanzung
- Steckzeitpunkt: März bis Mai
- Pflanzabstand: 5–10 cm, Reihenabstand: 20 cm
- Zwiebel mit der Spitze nach oben leicht in die Erde drücken, Spitze sollte sichtbar bleiben
Pflege
- Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden
- Mulchschicht hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
- Im jungen Stadium regelmäßig Unkraut jäten
- Mischkultur: gut zwischen Möhren, Tomaten, Erdbeeren oder Salat
Ernte
- Erntereif wenn Laub (Schlotten) zu mind. 2/3 gelb wird und umknickt
- An einem trockenen Tag ernten, vorsichtig mit Grabgabel lockern
Lagerung
- Gut an der Luft trocknen (nicht in praller Sonne)
- Trocken, kühl, dunkel und gut belüftet lagern
- In Netzen aufhängen oder einlagig in flachen Kisten
- Weiße Zwiebeln sind oft etwas weniger lange lagerfähig als gelbe/rote Sorten
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 28–40 kcal
- Wassergehalt: sehr hoch, größter Gewichtsanteil
- Kohlenhydrate: ca. 5–9 g
- davon Zucker: ca. 4,5 g
- Eiweiß: ca. 1–1,3 g
- Fett: ca. 0,1–0,2 g (praktisch vernachlässigbar)
- Ballaststoffe: ca. 1,7 g
- Vitamine: Vitamin C, B6, Folsäure
- Mineralien: Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Quercetin (Flavonoid), schwefelhaltige Verbindungen
- Glykämischer Index: niedrig – trotz Zuckergehalt kaum Einfluss auf Blutzucker
Hinweise / Notizen
Knoblauch
Sorten
- Hardneck (Winterknoblauch) – aromatischer, bildet Blütenstand, weniger lagerfähig
- Softneck – mild im Geschmack, sehr lagerfähig, meist für Frühjahrspflanzung
Standort & Boden
- Sonniger Standort
- Nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden – Staunässe unbedingt vermeiden
- Locker, idealerweise mit Sand versetzt
- Kontakt zu Zwiebeln im Beet meiden
Knoblauch verträgt keine nassen Füße, daher eignet sich ein aufgelockerter, sandiger Boden besonders gut.
Stecken
Knoblauch kann sowohl im Frühjahr (etwa März) als auch im Herbst gesteckt werden – bei Frühjahrssteckung fällt die Ernte im Herbst etwas kleiner aus, bei Herbststeckung wächst die Knolle bereits bis zum ersten Frost.
- Knolle vorsichtig in einzelne Zehen teilen
- Zehen mit der Spitze nach oben in den gelockerten Boden stecken Pflanztiefe etwa 3 bis 5 cm, Spitze zeigt nach oben für gute Wurzelbildung Pflanzabstand etwa 10×20 cm
Pflege
Knoblauch ist sehr pflegeleicht und braucht kaum Unterstützung – gelegentliches Gießen reicht, besonders an heißen Tagen und in Trockenperioden. Für große Knollen im Frühjahr düngen und das Beet unkrautfrei halten; ab Mai verträgt Knoblauch etwas Unkrautdruck ohne Ertragseinbußen.
- Guter Beetnachbar für Erdbeeren, Tomaten und Karotten – vertreibt mit seinem Geruch oft Schädlinge wie Blattläuse
Ernte
Der richtige Erntezeitpunkt zeigt sich am verwelkten oberen Drittel der Blätter und einer Gelbfärbung im unteren Teil.
- Blütenansätze bei Hardneck-Sorten vor der Blüte abknipsen, damit die Energie in die Knolle geht
Lagerung
- Gut abtrocknen lassen vor der Lagerung
- Trocken, kühl, dunkel und luftig lagern
- Softneck-Sorten deutlich länger lagerfähig als Hardneck
Krankheiten
Rost zeigt sich als ovale, orangene Flecken oder Pusteln an den Blättern, betroffene Blätter entfernen und über den Hausmüll entsorgen (nicht kompostieren). Rost tritt vor allem bei feuchtem Wetter und zu dichter Bepflanzung auf; nach einem Befall keinen Knoblauch oder andere Allium-Arten für drei Jahre an dieser Stelle pflanzen.
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 141–149 kcal
- Wassergehalt: ca. 60 %
- Kohlenhydrate: ca. 28–33 g
- davon Zucker: gering, hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate
- Eiweiß: ca. 6 g
- Fett: ca. 0,1–0,5 g (praktisch vernachlässigbar)
- Ballaststoffe: ca. 2 g
- Vitamine: Vitamin C, B1, B6, K
- Mineralien: Kalium (ca. 530 mg), Phosphor, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, Selen
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Allicin und weitere Schwefelverbindungen (entstehen beim Schneiden/Quetschen aus Alliin) – antioxidativ, antibakteriell
- Glykämischer Index: niedrig
Hinweise / Notizen
Schwarzer Rettich
Sorten
- Runder Schwarzer Winter – klassische runde Sorte, ideal zur Einlagerung
- Schwarzer Langer Winter – längliche Knolle, kräftiger Geschmack
- Nero Tondo – italienische Sorte, sehr aromatisch
- Der schwarze Rettich gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt – Belege für seine Nutzung reichen bis ins alte Ägypten (ca. 2500 v. Chr.)
Standort & Boden
- Vollsonnig bis halbschattig
- Boden tiefgründig, locker, krümelig – schwerer oder steiniger Boden führt zu Deformierungen der Knolle
- Hoher Humusanteil von Vorteil, pH-Wert 5,5–7
- Gleichmäßig feucht halten – bei Trockenstress wird der Rettich holzig und sehr scharf; bei starken Feuchtigkeitsschwankungen platzt die Schale auf
- Ca. 3 Liter reifen Kompost pro m² vor der Aussaat einarbeiten
- Borhaltiger Mineraldünger empfehlenswert (Rettich hat hohen Borbedarf)
- Gute Nachbarn: Salat, Karotte, Sellerie, Spinat, Tomate, Paprika, Erbse, Bohne
- Schlechte Nachbarn: Kohlgewächse, Gurken, Zwiebeln
Aussaat & Pflanzung
- Direktsaat ins Freiland, ca. 1,5–2 cm tief
- Aussaatzeit: Mitte Juli bis Anfang September (Winterrettich braucht kühles Wetter zur Knollenbildung)
- Zu frühe Aussaat → Gefahr des Schießens (Blütenbildung statt Knolle)
- Zu späte Aussaat → nicht genug Zeit bis zu den ersten Frösten
- Reihenabstand: 20–30 cm; Pflanzenabstand in der Reihe: 15–20 cm
- Keimung innerhalb von 5–7 Tagen bei 12–24 °C
- Vereinzeln sobald die Keimlinge groß genug sind
- Temperaturen unter 12 °C für mehr als 2 Wochen können das Schossen fördern
Pflege
- Regelmäßig gleichmäßig gießen, besonders in der Wachstumsphase (am besten Regenwasser)
- Boden regelmäßig auflockern und von Unkraut befreien – Rettich wächst relativ langsam
- Wenn Rettichschultern sichtbar über der Erde stehen: Boden konsequent feucht halten
- Bei ausreichend Kompost vor der Aussaat ist kein weiterer Dünger nötig; nach ca. einem Monat ggf. etwas Hornspäne
Ernte
- Ca. 8–15 Wochen nach der Aussaat je nach Sorte (ca. 55–70 Tage)
- Nicht zu lange in der Erde lassen – wird sonst holzig und hohl
- Ernte vor den ersten starken Frösten; ein leichter Frost reduziert sogar die Schärfe
- Laub vor der Lagerung immer entfernen
Lagerung
- Keller in feuchtem Sand: mehrere Monate – die klassische Bauernmethode
- Kühlschrank in feuchtem Tuch: 2–4 Wochen
- Ungewaschen einlagern
Schädlinge & Krankheiten
- Erdflöhe (Phyllotreta spp.): 2–4 mm große, springende Käfer – verursachen siebartige Lochfraßschäden an den Blättern. Vorbeugung: Kulturschutznetze, regelmäßiges Hacken, Rainfarnbrühe
- Kohlfliege (Delia): Maden fressen an den Wurzeln, Jungpflanzen sterben ab. Schutznetze direkt nach der Aussaat auflegen (Ei entwickelt sich in nur 6 Tagen zur Made!)
- Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae): Weißgraue Läuse an Triebspitzen; Nützlinge fördern, Mischkultur mit Bohnen
- Blattfleckenkrankheit: Pilzliche Erreger, dunkle Flecken auf den Blättern; für ausreichend Luftzirkulation sorgen
- Fruchtfolge beachten: Mindestens 3 Jahre Anbaupause für Kreuzblütler an derselben Stelle
Nährwerte (pro 100 g, roh)
- Kalorien/Energie: ca. 16 kcal / 66 kJ
- Wassergehalt: ca. 93–94 %
- Kohlenhydrate: ca. 2,4 g
- davon Zucker: ca. 1,9 g
- Eiweiß: ca. 1,05 g
- Fett: ca. 0,15 g
- Ballaststoffe: ca. 1,4 g
- Vitamine: Vitamin C (6–23 mg), Folsäure/B9 (ca. 59 µg), Vitamin B6
- Mineralien: Kalium (ca. 312 mg), Kalzium (ca. 54 mg), Magnesium, Eisen
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Glucosinolate / Isothiocyanate (entstehen beim Schneiden/Reiben), Senföle (antibakteriell), Raphanin
- Glykämischer Index: sehr niedrig (< 15)
Quellen: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), nutrimea.com, sevencooks.com
Hinweise / Notizen
Blumenkohl
Sorten
- Neckarperle – beliebte klassische Sorte
- Amabile – sehr früh reifend
- Di Sicilia Violetto – violette Sorte, optischer Hingucker
- Romanesco – faszinierende Fibonacci-Spiralen, grün
- Synergie F1, Amazing, Clapton F1 – moderne Sorten für die gesamte Saison; Clapton F1 ist die erste kohlhernieresistente Sorte
- Erfurter Zwerg – Klassiker für Kleingärten
Standort & Boden
- Vollsonniger Standort, Halbschatten wird toleriert
- Warme, sandige Lehmböden mit hohem Humusgehalt und guter Wasserführung
- pH-Wert: 6,5–7,5
- Hochbeete eignen sich gut bei schwerem Lehmboden
Aussaat & Pflanzung
- Frühe Sorten: ab Februar vorziehen
- Sommeranbau: Ende April bis Mitte Mai säen
- Herbstblumenkohl: ab Juni säen
- Saattiefe: max. 1 cm
- Keimtemperatur: 15–20 °C, Keimzeit ca. 1 Woche
- Pflanzabstand: 40 × 50 cm
Pflege
- 4–7 Wochen nach Pflanzung erste Düngung (Brennnesseljauche oder Bio-Flüssigdünger)
- Ab ca. 10 cm Pflanzenhöhe mulchen (Grasschnitt/Holzhackschnitzel, später 15–20 cm dick)
- Mulch hält Feuchtigkeit und unterdrückt Beikräuter
- Für weiße Köpfe: große Hüllblätter einknicken und über den Blütenstand legen (vor Sonnenlicht schützen)
Ernte
- Ca. 8–12 Wochen nach Aussaat erntereif
- Ernten bevor sich die Röschen öffnen
- Mit scharfem Messer am unteren Stielende abschneiden
Lagerung
- Im Kühlschrank ca. 3 Tage haltbar
- Für längere Lagerung (bis 4 Wochen): gesamte Pflanze ausgraben, untere Blätter entfernen, kopfüber an kühlem Ort aufhängen
Schädlinge & Krankheiten
- Erdflöhe, Kohlfliege, Kohlweißling, Mehltau
- Kohlhernie: mindestens 3 Jahre Anbaupause für alle Kreuzblütler einhalten
- Herzverbrennung durch Kalziummangel → Dolomitkalk streuen
- Raupen: absammeln oder mit Bacillus thuringiensis bekämpfen
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 22 kcal
- Wassergehalt: sehr hoch
- Kohlenhydrate: ca. 2,3 g
- davon Zucker: gering
- Eiweiß: ca. 2,5 g
- Fett: ca. 0,3 g
- Ballaststoffe: ca. 2 g
- Vitamine: Vitamin C (55 mg, ~50 % des Tagesbedarfs), Vitamin K (>200 % des Tagesbedarfs), B-Vitamine, Folsäure (50–57 µg)
- Mineralien: Kalium (280–299 mg), Mangan (180 µg), Kupfer (45 µg), Kalzium, Magnesium
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Sulforaphan, Cholin, Antioxidantien
- Glykämischer Index: niedrig
Hinweise / Notizen
- Saatgut: Zengreens Bio/Organic (Graspapier-Verpackung)
Weißkohl
Sorten
- Frühsorten (Ernte ab Juni/Juli): Dithmarscher Früher, Bacalan Gross, Brunswijker, Ruhm von Enkhuizen 2, Caraflex F1, Golden Acre, Filder Spitzkohl/Tiara
- Mittelsorten (Ernte Sommer/Frühherbst): Equatoria F1, Coronet F1, Hidena, Kilaton
- Spätsorten (Ernte bis in den Winter): Krautkaiser, Lion F1 (krankheitsresistent), Dottenfelder Dauer, Holsteiner Platter, Marner Lagerweiß, Kilastor (doppelt resistent gegen Kohlhernie & Weißen Rost)
- Für Sauerkraut besonders geeignet: Filderkraut (Spitzkohl)
Standort & Boden
- Sonniger bis halbschattiger Standort
- Nährstoffreicher, lehmiger, durchlässiger Boden mit gutem Wasserhaltevermögen
- Boden bereits im Herbst mit Kompost/Stallmist vorbereiten
- pH-Wert: 6,5–7,5; Kalk schützt vor Kohlhernie
- Boden fest halten – Kohl braucht Halt für die schweren Köpfe
Aussaat & Pflanzung
- Frühkohl: ab Mitte Februar bis März im Haus/Gewächshaus vorziehen; ab März ins Freiland
- Sommerkohl: März/April im Frühbeet; ab Mai auspflanzen
- Herbst-/Winterkohl: April bis Mai säen; Pflanzung ins Freiland Mai bis Juni
- Saattiefe: ca. 0,5–1 cm; Keimtemperatur 15–20 °C (keimen schon ab 2 °C), Keimzeit ca. 6–10 Tage
- Pflanzabstand: 50 × 50 cm (große Sorten: 70 × 70 cm); tief einpflanzen und Stiele anhäufeln
- Kohlkragen oder angehäufelte Erde um den Stängel schützt vor Kohlfliegen-Eiablage
Pflege
- Regelmäßig gießen (besonders während Kopfbildung) – Austrocknung führt zu Platzen der Köpfe
- Mulchen mit Stroh oder Grasschnitt hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
- Alle 3–4 Wochen mit stickstoff- und kaliumbetontem Dünger düngen (z. B. Brennnesseljauche); einige Wochen vor Ernte aufhören → sonst schwefelig
- Regelmäßig hacken und Boden auflockern (Weißkohl ist Hackpflanze)
- Welke Außenblätter regelmäßig entfernen
- Gute Nachbarn: Sellerie, Dill, Thymian, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Tomaten
Ernte
- Frühsorten: ab Juni/Juli erntereif; Spätsorten bis in den Winter
- Temperatur nicht unter −4 °C; leichte Fröste übersteht Spätkohl
- Kopf mit scharfem Messer keilförmig vom Strunk abschneiden; Hüllblätter entfernen
- Faustregel: Je später der Kohl geerntet wird, desto länger lässt er sich lagern
Lagerung
- Frühkohl: max. 2–3 Wochen im Kühlschrank
- Spätherbstkohl: im kühlen, feuchten Keller mehrere Monate (bis Frühjahr)
- Kopfüber aufhängen (mit Wurzel) – nie zusammen mit Äpfeln lagern (wird sonst welk)
- Einfrieren: blanchiert und geschnitten möglich
- Klassische Konservierung: Fermentation zu Sauerkraut
Schädlinge & Krankheiten
- Kohlweißling, Kohlfliege, Blattläuse, Schnecken, Vögel, Kohleulen, Kohlschaben
- Vorbeugung: Kulturschutznetze direkt nach der Pflanzung; Kohlkragen gegen Kohlfliege
- Kohlhernie: Fruchtfolge von mind. 3–5 Jahren für alle Kreuzblütler einhalten; nach Ernte Wurzeln ausgraben
- Echter und falscher Mehltau möglich
- Nützlinge fördern: Marienkäfer gegen Blattläuse; Igel gegen Schnecken
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 24–25 kcal
- Wassergehalt: sehr hoch (Großteil des Gewichts)
- Kohlenhydrate: ca. 3,0–4,2 g
- davon Zucker: gering
- Eiweiß: ca. 1,3–1,4 g
- Fett: ca. 0,1–0,2 g
- Ballaststoffe: ca. 2 g
- Vitamine: Vitamin C (~52 mg, ca. 50 % Tagesbedarf), Vitamin K, Vitamin E, B-Vitamine, Folsäure; Weißkohl hat den höchsten Vitamingehalt unter den Kohlarten
- Mineralien: Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Eisen, Zink
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Senföle (entgiftend), Glucosinolate, Anthocyane (gering)
- Glykämischer Index: niedrig; sehr kalorienarm
Hinweise / Notizen
- Saatgut: Zengreens Bio/Organic (Graspapier-Verpackung)
- Klassisch zur Fermentation (Sauerkraut) geeignet – passt gut zu Enricos Fermentationsinteresse
Romanesco
Sorten
- Botanisch eine Blumenkohlsorte (Brassica oleracea convar. botrytis var. botrytis), kein Brokkoli-Blumenkohl-Hybrid
- Auch bekannt als: Minarett- oder Türmchenkohl, Karfiol
- Beliebte Sorten: Veronica F1, White Gold F1 (schossfest, große Blumen), Navona, Celia
- Viele Sorten sind F1-Hybriden → Saatgut nicht nachbauen, jährlich neu kaufen
- Stammt aus der Region um Rom; leuchtend gelbgrün mit fraktaler Fibonacci-Spiralstruktur
Standort & Boden
- Warmer, sonniger Standort (leichter Halbschatten möglich)
- Lehmiger, tiefgründiger Boden mit hohem Humusgehalt und guter Wasserspeicherung
- Kalkhaltig bevorzugt → Kalk schützt vor Kohlhernie und hebt den pH-Wert
- pH-Wert: 6,0–7,0
- Starkzehrer: Boden vor Pflanzung reichlich mit Gründüngung, Kompost oder Hornspänen anreichern
Aussaat & Pflanzung
- Aussaatfenster: Mai bis Juni (sehr eng! Zu früh → Kopfbildung gehemmt; zu spät → kein fertiger Kopf vor Winter)
- Für frühere Ernte: Vorkultur ab Ende Februar/März in Saatschalen bei ca. 12–18 °C
- Saattiefe: ca. 1 cm; nach ca. 2 Wochen pikieren
- Nach 4–6 Wochen ins Freiland, frühestens ab April (nach letztem Frost)
- Pflanzabstand: 50 × 50 cm (kleinere Sorten weniger); tief einpflanzen, Erde anhäufeln
- Kulturdauer: 75–100 Tage von Aussaat bis Ernte
Pflege
- Gleichmäßige Bewässerung ist entscheidend – Romanesco hat den höchsten Wasserbedarf aller Kohlsorten
- Alle 2 Wochen mit stickstoffhaltigem Dünger nachdüngen; 4 Wochen vor Ernte aufhören → sonst intensiver Kohlgeruch beim Kochen
- Regelmäßig hacken, Unkraut jäten, mulchen (Stroh/Grasschnitt)
- Stiele anhäufeln für bessere Standfestigkeit und Wurzelbildung
- Kulturschutznetze bis zur Ernte (Mitte September noch aktive Schädlinge)
- Temperaturschwankungen vermeiden – Hitze und Trockenheit führen zum Schossen
Ernte
- 8–12 Wochen nach Pflanzung erntereif
- Ernten sobald der Kopf gut ausgebildet und noch geschlossen ist – lieber einen Tag zu früh als zu spät!
- Wenn die äußeren Hüllblätter den Kopf freigeben → sofort ernten
- Strunk nicht wegwerfen: schälen, würfeln und mitkochen
- Junge Blütenstände beim Schossen noch essbar (über Gerichte streuen)
Lagerung
- Im Kühlschrank ca. 3–4 Tage haltbar
- Einfrieren: in Röschen teilen und einfrieren (nicht blanchiert einfrieren → wird zu Matsch)
- In Handtuch eingewickelt in kühlem Karton kurzzeitig lagerbar
- Möglichst frisch verarbeiten – Nährstoffe und Geschmack nehmen mit der Lagerzeit ab
Schädlinge & Krankheiten
- Kohlhernie (Anbaupause 3–7 Jahre für alle Kreuzblütler einhalten)
- Kohlfliege (Larven fressen an Wurzeln → Schutznetze, befallene Pflanzen entfernen)
- Kohlweißling (Raupen → Netze, absammeln; Tomatennachbarn helfen)
- Falscher Mehltau (gelbliche Blattflecken → Pflanzabstand, Luftzirkulation)
- Weiße Fliege (saugt an Blattunterseiten → Gelbtafeln, Schlupfwespen)
- Erdfloh
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 31 kcal
- Wassergehalt: hoch
- Kohlenhydrate: ca. 6 g
- davon Zucker: ca. 3 g
- Eiweiß: ca. 3 g
- Fett: gering
- Ballaststoffe: ca. 3,2 g
- Vitamine: Vitamin C (besonders reichhaltig), B-Vitamine
- Mineralien: Kalium (~300 mg), Natrium (~23 mg), Kalzium, Magnesium
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Sulforaphan, Glucosinolate, Antioxidantien; leuchtend grüne Farbe weist auf hohen Chlorophyllgehalt hin
- Glykämischer Index: niedrig
Hinweise / Notizen
- Saatgut: Zengreens Bio/Organic (Romanesco Broccoli, Graspapier-Verpackung)
- Anspruchsvoller als Blumenkohl – empfindlich auf Temperaturschwankungen und Wassermangel
- In Ostdeutschland (kontinentales Klima): frühe Aussaat März empfohlen für Herbsternte
Rotkohl
Sorten
- Tête Noire 3 (Schwarzkopf 3) – die im Garten vorhandene Sorte: mittelspäte, traditionelle Sorte mit tiefroten, festen, runden Köpfen; Fruchtgewicht 1–2 kg; sehr gute Lagerfähigkeit; ausgezeichneter Geschmack; robust bei Kälte
- Frühsorten: Amarant, Marner Frührotkohl, Kalibos (Kreuzung mit Spitzkohl), Frührot
- Mittelsorten: Allrot, Autoro, Vitessa, Cabeza Negra 2
- Spätsorten: Granat, Vysoke, Marner Lagerrot
- Besonderheit: Farbe abhängig vom Boden-pH → sauer = rot, basisch = blauviolett (daher auch „Blaukraut")
Standort & Boden
- Sonniger bis halbschattiger Standort; bevorzugt eher kühle Bedingungen als Weißkohl
- Nährstoffreicher, lehmiger, feuchter Boden
- pH-Wert: 6,5–8,0 (kalkhaltig bevorzugt → schützt vor Kohlhernie und beeinflusst Farbe)
- Boden idealerweise bereits im Herbst des Vorjahres mit Kompost vorbereiten
- Boden fest halten und gut andrücken
Aussaat & Pflanzung
- Frühsorten: ab Februar im Gewächshaus/Frühbeet vorziehen; Pflanzung ab März/April
- Mittel- und Spätsorten: März bis April im Frühbeet oder direkt; Pflanzung April bis Mai; Folgesaaten bis Mai möglich
- Tête Noire 3: Aussaat März bis Juni, Ernte September bis Dezember
- Saattiefe: ca. 1 cm; Keimtemperatur 15–20 °C; Keimzeit 1–2 Wochen
- Pflanzabstand: 50 × 50 cm (besser 60 × 60 cm); tief einpflanzen, bis zu den Keimblättern; Erde gut andrücken
- Kulturdauer: 80–160 Tage je nach Sorte
Pflege
- Starkzehrer: Kompost vor Pflanzung ist Pflicht; während Wachstum 2–3 × mit Brennnesseljauche düngen; Stickstoff nicht übertreiben (→ Schwefelgeruch und mehr Krankheitsanfälligkeit)
- Regelmäßig gießen – nie austrocknen lassen (→ Köpfe platzen auf)
- Mulchen und regelmäßig hacken
- Stiele anhäufeln für Stabilität
- Gute Nachbarn: Sellerie (gegen Kohlweißling!), Tomaten, Salat, Spinat, Kamille
Ernte
- Kopf muss sich fest anfühlen wenn man draufdrückt
- Frühsorten: ab Juni erntereif; Spätsorten Oktober bis Dezember
- Leichte Fröste machen Rotkohl süßer; vor erstem starken Frost ernten
- Mit scharfem Messer vom Strunk abschneiden; Wurzel ausgraben
- Frühsorten innerhalb von 2 Wochen verarbeiten
Lagerung
- Frühsorten: ca. 2 Wochen im Kühlschrank
- Spätsorten: im kühlen, feuchten Keller kopfüber aufgehängt bis ins Frühjahr lagerfähig
- Nie zusammen mit Äpfeln lagern (Ethylen lässt Kohl welken)
- Einfrieren: blanchiert und geschnitten möglich
- Als Salat: sofort mit Vinaigrette vermischen → Farbe bleibt erhalten
Schädlinge & Krankheiten
- Kohlweißling, Kohlfliege, Blattläuse, Erdfloh
- Kohlhernie: Fruchtfolge mind. 3–5 Jahre einhalten; kalkhaltige Böden reduzieren Risiko
- Falscher und echter Mehltau
- Vorbeugung: Kulturschutznetze direkt nach Pflanzung; Kohlkragen gegen Kohlfliege
- Gute Nachbarn Sellerie und Tomaten helfen gegen Kohlweißling
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 24–31 kcal
- Wassergehalt: sehr hoch
- Kohlenhydrate: ca. 5–7 g
- davon Zucker: gering
- Eiweiß: ca. 1,5 g
- Fett: ca. 0,1 g
- Ballaststoffe: ca. 2–3 g
- Vitamine: Vitamin C, Vitamin A, Vitamin K, B-Vitamine, Folsäure
- Mineralien: Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Lutein
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Anthocyane (entzündungshemmend, immunstärkend; für die Farbe verantwortlich), Senföle, Glucosinolate
- Glykämischer Index: niedrig; sehr kalorienarm; ideal für Gewichtsbewusste
Hinweise / Notizen
- Saatgut: Zengreens Bio/Organic, Sorte Tête Noire 3 (Graspapier-Verpackung)
- Tête Noire 3 ist eine mittelspäte Sorte → Aussaat März–Juni, Ernte September–Dezember
- Farbe wechselt je nach Boden-pH: sauer = rot, basisch = blauviolett
Wachsbohnen
Sorten
- Gelbe Buschbohne (Phaseolus vulgaris var. nanus), auch Gluckenbohne oder Filetbohne genannt
- Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
- Unterscheidung zu grünen Buschbohnen nur farblich – Anbau und Pflege identisch
Standort & Boden
- Sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Standort
- Schwachzehrer, kommt mit fast jedem Boden zurecht
- Lockerer, humoser Boden mit guter Wasserspeicherung bringt höhere Erträge
- Sehr saure Böden vor der Aussaat kalken
- Keine Vorkultur mit anderen Hülsenfrüchten; Fruchtfolge mit 3–4 Jahren Anbaupause einhalten
Aussaat & Pflanzung
- Direktsaat ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen (frostfrei, Boden erwärmt)
- Saattiefe 3–5 cm, Reihenabstand 40 cm, Abstand in der Reihe 6–8 cm
- Alternativ Horstsaat: 4–6 Samen im Kreis, Abstand 40 x 30 cm
- Keimtemperatur ca. 20 °C; Samen vor Aussaat optional 1 Tag wässern
- Für laufende Ernte: Nachsaat im Abstand von 14 Tagen bis Mitte Juli möglich
Pflege
- Anhäufeln der Reihen bei ca. 10–15 cm Wuchshöhe für Standfestigkeit
- Mäßig gießen, ausreichend Wasser vor allem während Blüte und Fruchtansatz – Austrocknung vermeiden
- Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien binden Luftstickstoff)
- Organischer Dünger (ca. 2 l reifer Kompost/m²) ist ausreichend
- Mulchen hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
- Regelmäßiges Pflücken alle 2–3 Tage fördert neue Blüten- und Hülsenbildung
Ernte
- Erntereif ca. 8 Wochen nach Aussaat
- Junge, schlanke Hülsen pflücken, bevor die Samen sichtbar dick werden
- Regelmäßig durchpflücken, da nicht alle Hülsen gleichzeitig reifen
Lagerung
- Frisch im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar
- Gut geeignet zum Einwecken (blanchieren, in Essigsud einlegen) oder Einfrieren
- Vor dem Verarbeiten kurz blanchieren
Schädlinge & Krankheiten
- Schwarze Bohnenlaus: befällt v. a. Triebspitzen, Mischkultur mit Bohnenkraut vorbeugend
- Bohnenrost: Pilzbefall, für gute Luftzirkulation sorgen, keine Überkopfbewässerung
- Bohnenfliege: keine frische Mistdüngung, da diese anlockend wirkt
- Fruchtfolge beachten: mind. 3–4 Jahre Pause für Hülsenfrüchte am selben Standort
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 31 kcal (frisch, roh)
- Wassergehalt: ca. 90 %
- Kohlenhydrate: ca. 4 g
- davon Zucker: ca. 1 g
- Eiweiß: ca. 2 g
- Fett: ca. 0,2 g
- Ballaststoffe: ca. 3 g
- Vitamine: Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Beta-Carotin
- Mineralien: Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Flavonoide, Carotinoide
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 30)
Hinweise / Notizen
- Roh giftig (Phasin/Lektine) – vor Verzehr immer kochen
- Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
- Wachsbohnen behalten nach dem Kochen ihre Form gut – besonders für Bohnensalate geeignet
Borlotti Bohnen
Sorten
- Stangen- oder Buschform (Phaseolus vulgaris), z. B. 'Lingua di Fuoco' (Feuerzunge) – rot-weiß gesprenkelte Kerne
- Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
- Verwendung als Palbohne (halbreif, weiche Kerne) oder als Trockenbohne (vollreif)
Standort & Boden
- Sonniger, windgeschützter Standort
- Schwach gedüngter, sandiger, leicht humoser, tiefgründig gelockerter Boden
- Keine frische Mistdüngung (lockt Bohnenfliege an)
- Fruchtfolge: nicht nach anderen Hülsenfrüchten, Anbaupause mind. 3–4 Jahre
Aussaat & Pflanzung
- Aussaat erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), da frostempfindlich
- Bei Stangenform: Rankgerüst/Stangen nötig, Pflanzen ranken bis ca. 2 m
- Je Stange 6–8 Samen im Kreis auslegen, Saattiefe ca. 2 cm
- Bei Buschform: Reihenabstand 40–50 cm, Abstand in der Reihe 10–15 cm, Saattiefe 3–5 cm
- Samen vor der Aussaat 1 Tag in kaltem Wasser quellen lassen fördert Keimung
- Optimale Wachstumstemperatur 18–25 °C
Pflege
- Boden anfangs nur mäßig feucht halten, ab Blüten-/Hülsenbildung gleichmäßig feucht
- Zu heiße, trockene Witterung vermeiden (Laubverbrennung, schlechterer Fruchtansatz)
- Bodenoberfläche mulchen oder regelmäßig lockern – fördert Bodenerwärmung
- Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien)
- Bei Stangenbohnen Ranken an Schnüren führen
Ernte
- Junge Hülsen (Gemüsebohne): ca. 10 Wochen nach Aussaat
- Frische Kernbohnen/Palbohnen: ca. 3 Monate nach Aussaat, wenn Hülsen prall gefüllt und noch elastisch sind
- Trockenbohnen: Hülsen weitere 3–4 Wochen an der Pflanze lassen, bis sie hart, spröde und braun sind
- Erntezeitraum insgesamt Ende Juni bis Mitte Oktober
Lagerung
- Frische Kernbohnen nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar
- Trockenbohnen: Hülsen ca. 2 Wochen an einem trockenen, gut belüfteten Ort nachtrocknen
- Kerne aus den Hülsen lösen, in trockenen, dunklen Behältnissen (Gläser/Dosen) kühl lagern
- So gelagert mehrere Jahre haltbar
Schädlinge & Krankheiten
- Bohnenfliege: Larven schädigen Keimlinge; keine frische Mistdüngung
- Bohnenrost: gute Luftzirkulation, keine Überkopfbewässerung
- Schwarze Bohnenlaus an Triebspitzen
- Fruchtfolge strikt einhalten, um Bodenmüdigkeit und Pilzbefall vorzubeugen
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 330 kcal (getrocknet, roh)
- Wassergehalt: ca. 12 %
- Kohlenhydrate: ca. 55 g
- davon Zucker: ca. 2 g
- Eiweiß: ca. 21 g
- Fett: ca. 1,5 g
- Ballaststoffe: ca. 20 g
- Vitamine: Folsäure, Vitamin B1, Vitamin B6
- Mineralien: Kalium, Eisen, Magnesium, Zink
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Anthocyane (rote Sprenkelung), Saponine
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 25–30)
Hinweise / Notizen
- Roh giftig (Phasin/Lektine) – auch als Kernbohne immer gut durchkochen
- Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
- Klassisch für italienische Eintöpfe (z. B. Pasta e fagioli) und Suppen
Schwarze Bohnen
Sorten
- Schwarze Trockenbohne, Sorte der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris)
- Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
- Würzigeres Aroma als rote Kidneybohnen, nahe verwandt
Standort & Boden
- Sonniger, warmer, windgeschützter Standort
- Tiefgründig gelockerter, humoser Boden
- Als Schwachzehrer keine hohen Nährstoffansprüche; keine frische Mistdüngung
- Fruchtfolge: nicht nach anderen Hülsenfrüchten, Anbaupause mind. 3 Jahre
Aussaat & Pflanzung
- Direktsaat frühestens nach den Eisheiligen (Mitte/Ende Mai), da kälteempfindlich
- Saattiefe 3–5 cm, Reihenabstand 40–50 cm, Abstand in der Reihe 10–15 cm
- Vorkultur als Jungpflanze möglich (15–20 cm hoch, gut durchwurzelt vor dem Auspflanzen)
- Aussaat bis Mitte Juli möglich, später reifen Trockenbohnen oft nicht mehr vollständig aus
- Keimtemperatur ca. 18–20 °C
Pflege
- Boden mäßig feucht halten, gleichmäßige Feuchtigkeit ab Blüte wichtig
- Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien)
- Mulchen unterdrückt Unkraut und hält Feuchtigkeit
- Bei Bedarf anhäufeln für bessere Standfestigkeit
Ernte
- Als Trockenbohne: warten, bis die Hülsen vollständig ausgetrocknet, spröde sind und beim Schütteln klappern
- Ernte je nach Aussaattermin von September bis in den Frühherbst
- Bei trockenem Wetter ernten, damit die Bohnen gut lagerfähig sind
Lagerung
- Nach der Ernte mindestens 2 Wochen an trockenem Ort (z. B. auf Zeitungspapier) nachtrocknen lassen
- Anschließend in Gläsern oder Dosen dunkel und trocken lagern
- Bei guter Lagerung mehrere Jahre haltbar
- Frisch geerntete Trockenbohnen kochen deutlich schneller (45–60 Min.) als ältere Handelsware
Schädlinge & Krankheiten
- Bohnenfliege: Larven schädigen Keimlinge, keine frische Mistdüngung
- Bohnenrost: für Luftzirkulation sorgen, keine Überkopfbewässerung
- Schwarze Bohnenlaus an Triebspitzen
- Fruchtfolge einhalten, um Bodenpilzen vorzubeugen
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 341 kcal (getrocknet, roh)
- Wassergehalt: ca. 11 %
- Kohlenhydrate: ca. 62 g
- davon Zucker: ca. 2 g
- Eiweiß: ca. 21 g
- Fett: ca. 1,4 g
- Ballaststoffe: ca. 15 g
- Vitamine: Folsäure, Vitamin B1, Vitamin B6
- Mineralien: Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Anthocyane (Schalenfarbe), Flavonoide
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 30)
Hinweise / Notizen
- Roh giftig (Phasin/Lektine) – immer gut durchkochen
- Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
- Beliebt in mexikanischer/lateinamerikanischer Küche (z. B. Chili, Bohnenpüree)
Kidneybohnen
Sorten
- Rote Kidneybohne / Nierenbohne, Sorte der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris), nicht zu verwechseln mit der Feuerbohne (Phaseolus coccineus) oder der Adzukibohne
- Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
- Nierenförmige, dunkelrote Kerne, die beim Kochen ihre Farbe behalten
Standort & Boden
- Sonniger, warmer, windgeschützter Standort – mag es feucht-warm
- Tiefgründig gelockerter, humoser Boden
- Keine frische Mistdüngung (lockt Bohnenfliege an)
- Fruchtfolge: nicht nach anderen Hülsenfrüchten, Anbaupause mind. 3 Jahre
Aussaat & Pflanzung
- Direktsaat frühestens nach den Eisheiligen (Boden ausreichend erwärmt, kein Frost mehr)
- Saattiefe 3–5 cm, Reihenabstand 40–50 cm, Abstand in der Reihe 10–15 cm
- Vorkultur als Jungpflanze möglich, wächst schneller und robuster als Direktsaat
- Für laufende Ernte: versetzte Aussaat im 14-Tage-Abstand bis Mitte Juli
- Spätere Aussaat riskiert unvollständige Reife der Trockenbohnen
Pflege
- Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, besonders während Blüte und Hülsenbildung
- Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien)
- Mulchen hält Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut
- Anhäufeln für bessere Standfestigkeit bei Bedarf
Ernte
- Als Trockenbohne erntereif ca. 10–12 Wochen nach Aussaat
- Warten, bis Hülsen vollständig ausgetrocknet und spröde sind
- Bei trockenem Wetter ernten für bessere Lagerfähigkeit
Lagerung
- Nach der Ernte mind. 2 Wochen an trockenem, luftigem Ort nachtrocknen (z. B. auf Zeitungspapier)
- Danach in Gläsern oder Dosen dunkel, trocken und kühl lagern
- So mehrere Jahre haltbar
Schädlinge & Krankheiten
- Bohnenfliege: keine frische Mistdüngung
- Bohnenrost: gute Luftzirkulation, keine Überkopfbewässerung
- Schwarze Bohnenlaus an Triebspitzen
- Fruchtfolge einhalten, um Bodenmüdigkeit vorzubeugen
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 333 kcal (getrocknet, roh)
- Wassergehalt: ca. 12 %
- Kohlenhydrate: ca. 60 g
- davon Zucker: ca. 2 g
- Eiweiß: ca. 22 g
- Fett: ca. 1 g
- Ballaststoffe: ca. 25 g
- Vitamine: Vitamin B1 (Thiamin), Folsäure, Vitamin B6
- Mineralien: Kalium, Magnesium, Eisen, Mangan
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Anthocyane, Saponine
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 25–30)
Hinweise / Notizen
- Wichtig: Kidneybohnen sind roh besonders reich an Phasin (Lektin) und dürfen niemals roh gegessen werden – auch nicht angetaut oder nur kurz erhitzt. Vor dem Verzehr mindestens 10 Minuten kräftig kochen; ungenügendes Erhitzen (z. B. im Slow Cooker bei niedriger Temperatur) kann die Giftigkeit sogar verstärken.
- Vor dem Kochen über Nacht einweichen, Einweichwasser abgießen
- Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
- Klassisch für Chili con/sin Carne und Bohnensalate
Puffbohnen
Sorten
- Puffbohne / Dicke Bohne / Sau- oder Ackerbohne (Vicia faba) – botanisch nicht mit Busch- oder Stangenbohnen (Phaseolus) verwandt, sondern näher mit Wicken und Erbsen
- Zengreens Bio/Organic-Sorte (Grassaatpapier)
- Großsamige Sorten (klassisch "Puffbohne") für Frischverzehr und Trocknung, kleinsamige eher als Ackerbohne/Viehfutter
Standort & Boden
- Sonniger Standort, verträgt auch Halbschatten
- Gedeiht in nahezu allen Böden außer trockenem Sandboden
- Humusreicher, gleichmäßig feuchter Boden ideal; Kompost im Herbst einarbeiten
- Nicht zu viel Stickstoff düngen (fördert Blattwuchs statt Hülsenbildung)
Aussaat & Pflanzung
- Sehr frostverträglich – Aussaat schon ab Ende Februar/März möglich, in rauen Lagen etwas später
- Saattiefe 5–6 cm, Reihenabstand ca. 50 cm, Abstand in der Reihe 15–20 cm
- Keimung ab ca. 2 °C, dauert bei kühlen Temperaturen 2–3 Wochen
- Junge Pflanzen vertragen leichte Minusgrade, wachsen dann einfach vorübergehend nicht weiter
Pflege
- Regelmäßig gießen, verträgt Trockenheit schlecht
- Bei höherem Wuchs ggf. stützen (Schnüre zwischen Pfählen), da die Pflanzen aufrecht und aufgrund der schweren Hülsen kippanfällig wachsen
- Triebspitzen kappen (ausgeizen), sobald sich die ersten Hülsen bilden – reduziert Blattlausbefall und fördert die Hülsenreife
- Keine zusätzliche Stickstoffdüngung nötig (Knöllchenbakterien)
Ernte
- Erste Ernte als junge Grünbohne ca. 12–14 Wochen nach Aussaat, ab Anfang Juni
- Hülsen mehrmals nacheinander pflücken, da sie von unten nach oben reifen
- Zum Frischverzehr: Hülsen prall gefüllt, Körner noch milchig-weich – zu spät geerntet werden sie hart und mehlig
- Als Trockenbohne: ernten, wenn Hülsen braun, trocken sind und rascheln (meist ab August/September)
Lagerung
- Frische Hülsen nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar
- Zum Einfrieren: Kerne aus der Hülse lösen, blanchieren
- Trockenbohnen nach dem Ernten gut nachtrocknen und in Gläsern/Dosen dunkel und trocken lagern
Schädlinge & Krankheiten
- Schwarze Bohnenlaus: befällt bevorzugt die Triebspitzen – frühzeitiges Kappen der Triebspitzen wirkt vorbeugend
- Schokoladenfleckenkrankheit (Botrytis fabae): braune Flecken auf Blättern bei feuchtwarmer Witterung, für Luftzirkulation sorgen
- Bohnenrost: gute Durchlüftung, keine Überkopfbewässerung
- Fruchtfolge: mehrjährige Anbaupause für Hülsenfrüchte einhalten
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 88 kcal (frisch, roh)
- Wassergehalt: ca. 74 %
- Kohlenhydrate: ca. 12 g
- davon Zucker: ca. 2 g
- Eiweiß: ca. 7–8 g
- Fett: ca. 0,5 g
- Ballaststoffe: ca. 5 g
- Vitamine: Vitamin C, Folsäure, Vitamin B1
- Mineralien: Kalium, Magnesium, Eisen, Zink
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Levodopa (L-Dopa, natürlich enthalten), Tannine (v. a. in der Samenschale)
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 40, gekocht)
Hinweise / Notizen
- Wichtig – Favismus: Bei Menschen mit einem erblichen Enzymdefekt (Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel) kann der Verzehr von Puffbohnen schwere gesundheitliche Schäden (hämolytische Anämie) verursachen. Betroffene müssen Puffbohnen grundsätzlich meiden.
- Wie andere Bohnen roh nicht empfehlenswert – vor Verzehr kochen
- Bei älteren/größeren Kernen empfiehlt sich das Enthäuten nach dem Kochen (Schale ist bitter/zäh)
- Zengreens Bio-Saatgut, verpackt auf Graspapier
- Sehr frühe Kultur – kann parallel zu ersten Frühjahrsgemüsen wie Radieschen gesät werden
Tomaten
Sorten
Aus der Zengreens Bio Saatbox im Garten:
- Cherry-Tomate „Cerise Noire" – dunkle, fast schwarz-violette Cocktailtomate mit intensivem, süß-würzigem Aroma; klassische Rispentomate für den Snack zwischendurch
- Zitronen-Tomate „Citrina" – gelbe, zitronenförmige Tomate mit mildem, leicht süßlichem Geschmack; eine der wenigen Sorten mit ausgeprägter Zitronenform statt der üblichen Rundform
- Salat-Tomate „Green Zebra" – grün-gelb gestreifte Salattomate, auch reif noch grünlich; erfrischend-säuerlicher Geschmack, beliebte Fleischtomaten-Alternative
- San-Marzano-Tomate – italienische Eiertomate/Flaschentomate, länglich, wenig Kerne, festes Fruchtfleisch; die klassische Sorte für Saucen und zum Einkochen
Standort & Boden
- Sonniger, warmer und möglichst regengeschützter Standort (Gewächshaus, Folientunnel oder Hauswand)
- Lockerer, tiefgründiger, nährstoffreicher und humoser Boden
- Fruchtfolge beachten: nicht mehrere Jahre hintereinander am gleichen Platz, 3–4 Jahre Anbaupause auf derselben Fläche einhalten
- Gute Nachbarn: Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Basilikum; schlechte Nachbarn: Kartoffeln und andere Nachtschattengewächse
Aussaat & Pflanzung
- Vorkultur ab Februar/März bei 18–22 °C auf der Fensterbank oder im beheizten Frühbeet, ca. 0,5–1 cm tief
- Nach dem Pikieren in größere Töpfe umsetzen, sobald die ersten echten Laubblätter erscheinen
- Auspflanzen ins Freiland erst nach den Eisheiligen (Mitte/Ende Mai), ins unbeheizte Gewächshaus etwas früher möglich
- Pflanzabstand ca. 50–60 cm, bei Stabtomaten (Cerise Noire, Citrina, San Marzano) zusätzlich Rankhilfe/Stab direkt mit einplanen
- Green Zebra wächst ebenfalls als Stabtomate und profitiert von frühem Ausgeizen
Pflege
- Regelmäßig, aber sparsam und direkt am Wurzelbereich gießen – Blätter nicht benetzen (Pilzgefahr)
- Ausgeizen bei Stabtomaten: seitliche Triebe in den Blattachseln regelmäßig entfernen
- Anbinden an Rankhilfe/Stab, sobald die Pflanzen höher werden
- Mulchen hilft gegen Austrocknung und verhindert Erdspritzer auf den unteren Blättern
- Regelmäßig, mäßig düngen (kaliumbetont für gute Fruchtausbildung)
Ernte
- Erntezeit je nach Sorte von Juli bis in den Oktober hinein
- Cerise Noire und Citrina: laufend abpflücken, sobald einzelne Früchte voll ausgefärbt sind
- San Marzano: für Saucen am besten vollreif, aber noch fest ernten
- Green Zebra: Reife ist an einer gelblichen Grundfärbung zwischen den grünen Streifen erkennbar, nicht am vollständigen Farbumschlag
Lagerung
- Am besten bei Zimmertemperatur lagern, nicht im Kühlschrank – Kälte verändert Aroma und Konsistenz
- Nachreife unreifer Früchte an einem hellen, warmen Ort (z. B. neben Äpfeln, die Ethylen abgeben)
- San Marzano eignet sich besonders gut zum Einkochen/Passieren und Einfrieren als Sauce oder Mark
Schädlinge & Krankheiten
- Braunfäule/Kraut- und Braunfäule – wichtigste Tomatenkrankheit, siehe eigene Seite
- Blattläuse, Weiße Fliege
- Blütenendfäule bei unregelmäßiger Wasserversorgung
- Grauschimmel (Botrytis) bei zu feuchtem, schlecht belüftetem Stand
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 18–20 kcal
- Wassergehalt: ca. 94–95 %
- Kohlenhydrate: ca. 3–4 g
- davon Zucker: ca. 2,6 g
- Eiweiß: ca. 0,9–1 g
- Fett: ca. 0,2–0,3 g
- Ballaststoffe: ca. 1,2 g
- Vitamine: Vitamin C (deckt ca. 15 % des Tagesbedarfs pro 100 g), Vitamin A/Beta-Carotin, Vitamin K, B-Vitamine
- Mineralien: Kalium, etwas Eisen
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Lycopin (Carotinoid, für Rotfärbung verantwortlich, antioxidativ; Bioverfügbarkeit steigt beim Erhitzen mit etwas Fett) – bei Green Zebra und Citrina geringer ausgeprägt, da wenig/kein Rotanteil
- Glykämischer Index: niedrig (ca. 30)
Hinweise / Notizen
- Sorten stammen aus der Zengreens Bio Saatbox (Verpackung auf Graspapier)
- Im Garten vorhanden: Cherry-Tomate Cerise Noire, Zitronen-Tomate Citrina, Salat-Tomate Green Zebra, San-Marzano-Tomate
- Quellen: kiepenkerl.de (Kulturanleitung Tomaten), Orthomol, EAT SMARTER, calzen.ai (Nährwerte) – Stand 2025/2026, jeweils aktuell abgerufen
Zucchini
Sommerkürbis (Cucurbita pepo), Fruchtgemüse aus der Familie der Kürbisgewächse.
Sorten
- ZenGreens® Zucchini Strips – gestreifte Sorte, aus dem Zengreens Bio Seed Box Sortiment
- Grüne Zucchini 'Defender F1' (toom) – länglich, grün, F1-Hybride
- Runde Zucchini 'Tabs' (toom) – rund, grün
Standort & Boden
- Sonniger, möglichst windgeschützter Standort
- Nährstoff- und humusreicher, lockerer Boden mit guter Wasserhaltekapazität
- Starkzehrer – Pflanzung direkt auf Kompost ist ideal
- Standort jährlich wechseln (Fruchtfolge)
Aussaat & Pflanzung
- Vorkultur ab Mitte/Ende April in Töpfen (9–10 cm), warm (~20 °C) und hell stellen
- Direktsaat ins Freiland ab Mitte/Ende Mai (nach den Eisheiligen), 2–3 Samen 2–3 cm tief, kräftigste Pflanze stehen lassen
- Pflanz-/Saatabstand: 60–100 cm in alle Richtungen (ca. 1–1,5 m² Fläche pro Pflanze)
- Vor dem Auspflanzen abhärten (tagsüber raus, nachts rein)
- Mindestens zwei Pflanzen setzen, um die Bestäubung (männliche + weiblich Blüten gleichzeitig offen) sicherzustellen
Pflege
- Reichlich und regelmäßig gießen, morgens und bodennah – nie über die Blätter (Mehltau-Risiko)
- Gleichmäßige Bodenfeuchte wichtig: Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe begünstigt Blütenendfäule und Bitterstoffbildung (Cucurbitacin)
- Mulchschicht (5–10 cm Stroh o. ä.) puffert Feuchtigkeitsschwankungen und hält Früchte vom feuchten Boden fern
- Alle 2 Wochen organisch nachdüngen (z. B. Brennnesseljauche)
- Bei schlechtem Insektenflug von Hand bestäuben: männliche Blüte pflücken, Blütenblätter entfernen, Pollen morgens (6–9 Uhr) in die weibliche Blüte übertragen
- Bittere Früchte (Cucurbitacin, meist durch Trockenstress) nicht verzehren, sofort entsorgen
Ernte
- Am besten jung ernten, ca. 15–20 cm Länge – zart und geschmacksintensiv
- Alle 2–3 Tage kontrollieren/ernten, um neue Blütenbildung anzuregen
- Mit scharfem Messer abschneiden, Stiel nicht beschädigen
- Auch die Blüten sind essbar (z. B. gefüllt/frittiert)
- Übergroße, holzige Früchte hemmen die Neubildung – regelmäßig abernten
Lagerung
- Kühl, dunkel und trocken einige Tage bis wenige Wochen lagerbar (ca. 10–14 Tage im Kühlschrank)
- Zum Haltbarmachen: einfrieren (blanchiert), einlegen/fermentieren oder zu Chutney/Relish verarbeiten
Schädlinge & Krankheiten
- Fehlende/unzureichende Bestäubung: Früchte setzen an, werden dann gelblich-weich und fallen ab (kein Befruchtungs-Hormonschub durch fehlende Samenbildung)
- Blütenendfäule: Frucht fault vom Blütenansatz her durch schwankende Wasserversorgung (Kalziumtransport-Störung)
- Bakterielle Weichfäule (Erwinia carotovora): Frucht wird von der Blütenansatzstelle her weich und matschig, übler Geruch; Erreger dringt über Verletzungen/Blütennarben ein, Verbreitung durch Spritzwasser
- Echter Mehltau: weiß-graue Flecken auf Blattoberseite, begünstigt durch zu engen Stand und Blattnässe
- Schnecken: fressen gerne Jungpflanzen und Blüten
Nährwerte
- Kalorien/Energie (pro 100 g): ca. 19–20 kcal
- Wassergehalt: ca. 93–94 %
- Kohlenhydrate: ca. 2,1–2,2 g
- davon Zucker: ca. 1,6 g (Glukose/Fruktose)
- Eiweiß: ca. 1,6 g
- Fett: ca. 0,4 g
- Ballaststoffe: ca. 1 g
- Vitamine: Vitamin C (~17,6 mg roh), B-Vitamine (B1, B2, B6, Niacin, Folsäure), Provitamin A
- Mineralien: Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Cucurbitacine (bitter, in geringen Mengen normal – bei Trockenstress stark erhöht und dann ungenießbar/giftig)
- Glykämischer Index: niedrig (~15)
Hinweise / Notizen
- ZenGreens® Zucchini Strips: aus dem Zengreens Bio Seed Box Sortiment (100 Sorten, verpackt auf Graspapier)
- 'Defender F1' und 'Tabs': toom-Jungpflanzen, je 3,49 €
- Beobachtung: gestreifte Zucchini (ZenGreens Strips) faulten bei ca. 10 cm Länge vom Blütenansatz her – wahrscheinlichste Ursache: unzureichende Bestäubung und/oder schwankende Bodenfeuchte (Blütenendfäule). Handbestäubung morgens sowie gleichmäßiges Gießen mit Mulchschicht als Gegenmaßnahme notiert.